SG Zechin vs. Hohenbockaer SV Grün-Gelb - Trotz Fehlstart gelingt Heimerfolg

Verbandsliga (Männer) - 7.Spieltag

Zum siebten Spieltag in Brandenburgs höchster Classic-Kegelliga empfing die SG Zechin das derzeitige Tabellenschlusslicht aus Hohenbocka. Die Gäste, angereist aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, benötigten dringend einen weiteren Erfolg, um sich endlich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Mit nur einem Sieg und einem Unentschieden aus den letzten sechs Partien war die Stimmung bei "Bucke" dementsprechend getrübt. Dennoch wollte man mit einer kämpferischen und überzeugenden Vorstellung die Punkte aus dem Oderbruch entführen.  Anfangs setzte das OSL-Team sein Vorhaben erfolgreich in die Tat um, aber dann behielten die Greens stets die Oberhand. Schlussendlich verteidigten die Zechiner die heimischen Punkte mit einem 6:2-Sieg bei einem Stand von 3238:3126 Holz.

Wie angesprochen, gehörte der erste Durchgang den Gästen. Mit zwei ansprechenden Leistungen durch "Buckes" Tagesbesten,  Fabian Paßora (553), und Mario Paulick (539) sorgte das Duo ordentlich für Sorgenfalten in den Gesichtern der Greens. Zumal die eigenen Akteure, Daniel Schneider (523) und Marco Specht (512), nicht ins Spiel fanden und somit ihre Duelle deutlich mit 4:0 sowie mit 3:1 Satzpunkten verloren.  Während Schneider seine Sätze gegen Paßora in den Vollen abgab, musste Specht gegen Paulick in den Abräumen den Kürzeren ziehen. Folglich erspielte sich "Bucke" eine gute 2:0 Führung nach Mannschaftspunkten bei einem Holzplus von 57 Kegel. Erneut kamen die Greens wieder nur schwer in die Partie und rannten einen Rückstand hinterher.

Dafür lief es im Mitteldurchgang diesmal besser und die Oderbrucher gelang der 2:2- Ausgleich und der Rückstand wurde auf 19 Holz gesenkt.  Es begann Thomas Buchholz, der im ersten Satz noch erhebliche Schwierigkeiten offenbarte. Davon aber unbeeindruckt, spuhlte er drei konstante Bahnen (142, 142, 140) ab, die für Steffen Wukasch unschlagbar waren. Damit gewann der Zechiner mit 541:512 Holz und bei 3:1 Sätzen. Wesentlich knapper verlief das Duell zwischen Kapitän Robert Lehmpfuhl (520) und Denny Wukasch (511). Beide ergatterten je zwei Sätze und zum Schluss entschied das bessere Gesamtresultat, welches Lehmpfuhl mit viel Mühe ins Ziel rettete. Nichtsdestotrotz war das Spiel nunmehr ausgeglichen, so dass eine spannender Schlussabschitt zu erwarten war.

Der letzte Durchgang versprach, allein von den Namen her, ein Hochkarätiger zu werden. Die Gäste aus Hohenbocka warfen mit Thomas Lindow und Philipp Mulka alles in die Waagschale, was sie an Offensivkraft zur Verfügung hatten. Noch im letzten Heimspiel glänzte Lindow mit starken 579 Holz und Mulka mit exzellenten 597 Holz, so dass die Qualitäten beider Akteure hinlängst bekannt waren. Dagegen sollte das Zechiner Duo aus Karsten Glatzer und Karsten Trabs standhalten,  jedoch hatten beide Spieler im DKBC- Pokal mit ungewohnten Schwächen zu kämpfen. War das unerwartete Formtief überwunden? Die Antwort war ein klares Ja! Beide Heimakteure überzeugten auf ganzer Linie. Während Trabs hervorragende 570 Kegel erzielte, setzte Glatzer die Messlatte mit 572 Holz noch etwas höher. Gegen diese explosive Darbietung waren Lindow (504) und Mulka (507), wenn auch etwas überraschend,  chancenlos und blieben über weite Strecken blass. Damit war der Heimsieg der Greens unter Dach und Fach!

Folglich verbleiben die Greens auf ihren vierten Platz mit 8:6 Tabellenpunkten. Die Tabellenspitze ist mit 10:4 Punkten in greifbarer Nähe, jedoch wartet in der kommenden Woche ein schweres Auswärtsspiel in Elsterwerda.  Hier wird sich zeigen, ob sich der positive Trend fortsetzt.

Karsten Glatzer